Über mich

Eigentlich kann man das gar nicht schreiben. Mich muß man erlebt haben…..

 

Aufgewachsen bin ich in Mönchengladbach. Da ich ein Einzelkind bin, hatte ich

natürlich alles immer gaaanz allein für mich.  Frauchen behauptet man merkt das heute immer

noch.

Anfang Dezember 2008 kam dann Besuch aus der Pfalz. Die waren ganz lustig, und haben

auch schön Schleckerchen dabei gehabt. Ich wurde beknuddelt (mag ich ja gar net so….),

und begutachtet. War schon komisch. Aber sonst is nix passiert. Dachte ich…..

Am 20.12.08 kamen die zwei wieder, und diesmal haben Sie mich mitgenommen. Ich hatte

also ein neues Frauchen und Herrchen.

 

Zuhause angekommen habe ich zuerst mal den Kör kennen gelernt. Der Kör ist der Hund

von Frauchens Mama. Der hat mir die letzten Monate auch schon ganz viele tolle Sachen

gezeigt. Zum Beispiel: Filetieren von Stofftieren, mopsen von Butter, wälzen in allem

was die Fellfarbe und den Geruch ändert, Beinchen überall heben (ja, überall!!!), jagen

von Katzen und und und…..Frauchen sagt immer, Kör würde mir den Rest Anstand nehmen.

 

Ach ja, und das hat er mir auch beigebracht:

 

1.   Wenn ich es mag, ist es meins.

2.   Wenn ich`s im Maul habe, ist es meins.

3.   Wenn ich es Dir wegnehmen kann, ist es meins.

4.   Wenn ich`s vor ner Weile schon mal hatte , ist es meins.

5.   Wenn`s meins ist, hast Du nie wieder ne Chance, das es mal Dein`s wird.

6.   Wenn ich was zerkaue, sind alle Teile meins.

7.   Wenn`s so aussieht, als obs meins wär, dann ists meins.

8.   Wenn ich`s zuerst gesehn hab, ist es meins.

9.   Wenn Du etwas weglegst, mit dem Du gespielt hast, ist es automatisch meins.

10. Wenn`s kaputt ist, ist es Dein`s.

 

 

Apropos Anstand. Ab Januar waren wir in der Hundeschule. In der Welpenschule war das

ja alles noch witzig. Was haben wir getobt. Aber irgendwann kam dann das Ganze Zeug

mit dem Sitz, Platz, Hier und so. Wie soll ich mich ausdrücken. Ich kenne diese Befehle,

aber manchmal hab ich einfach Wichtigereres zu tun. Dann muß Frauchen schon mal warten.

Sie sagt dann immer was von „typisch Terrier“. 

 

Mit Frauchen bin ich am meisten zusammen. Wir gehen sogar gemeinsam ins Büro. Sie

sitzt meistens vorm PC, und ich kümmere mich entweder um anderer Leute Plastikflaschen,

den Inhalt des Reiswolfes, oder die anderen Hunde wenn grad noch einer da ist.

Einmal die Woche bin ich dann bei Frauchens Mama und Kör. Harter Job das alles…..

 

Ja, und wer soviel arbeitet, der darf auch in Urlaub. Im März sind wir in den Westerwald

gefahren. Frauchen war total aufgeregt. Sie hat mich ständig ermahnt, dass ich ja nirgends

Beinchen heben soll. Dabei sah die Rezeption doch so gut aus. Das Ende vom Lied war,

das ich im Hotel ganz viel rumgetragen wurde J Der Urlaub war aber toll. Emma meine

kleine Labradorfreundin war auch mit, und so hatten wir viel Spaß.

 

Den Sommerurlaub verbrachten wir in Österreich. Man gibt’s da Berge. Und das Beste war,

das da überall noch das weiße Zeug vom Winter gelegen hat. Da war ich ja wieder voll in meinem Element. Wir waren 14 Tage nur Gassi. Herrchen und Frauchen waren teilweise

ganz schön fertig. Ich natürlich nicht. Alles Terrier oder was…..

 

Vor 2 Wochen waren wir an der Nordsee. Soooooviel Wasser. Da waren ja schon ganz viel

Buddellöcher. Jetzt sind es doppelt so viele. Ich sah manchmal aus wie ein paniertes Schnitzel. Ey, und manchmal war das Wasser weg. Das lag aber bestimmt an Frauchens

Gummistiefel (siehe Fotos). Wenn ich Wasser wäre,  wäre ich auch gegangen…

 

Ich werde Frauchen jetzt mal öfter überreden, das ich mal mehr an den PC darf.

 

Übrigens nach dieser Anleitung sind die meisten meiner Fotos entstanden. Zumindest die

Ersten J

  

Wie fotografiere ich meinen Welpen?
Eine Anleitung für Einsteiger

 

1. Nehmen Sie einen neuen Film aus der Schachtel und laden Sie Ihre Kamera.

2. Nehmen Sie die Filmschachtel aus dem Maul des Welpen und werfen Sie sie in den Abfalleimer.

3. Nehmen Sie den Welpen aus dem Abfalleimer und bürsten Sie ihm den Kaffeesatz aus der Schnauze.

4. Wählen Sie einen passenden Hintergrund für das Foto.

5. Montieren Sie die Kamera und machen Sie sie aufnahmebereit.

6. Suchen Sie Ihren Welpen und nehmen Sie ihm den schmutzigen Socken aus dem Maul.

7. Plazieren Sie den Welpen auf dem vorbereiteten Platz und gehen Sie zur Kamera.

8. Vergessen Sie den Platz und kriechen Sie Ihrem Welpen auf allen Vieren nach.

9. Stellen Sie die Kamera mit einer Hand wieder ein und locken Sie Ihren Welpen mit einem Leckerchen.

10. Holen Sie ein Taschentuch und reinigen Sie das Objektiv vom Nasenabdruck.

11. Nehmen Sie den Blitzwürfel aus dem Maul des Welpen und werfen Sie ihn weg (den Blitzwürfel natürlich!)

12. Sperren Sie die Katze hinaus und behandeln Sie die Kratzer auf der Nase des Welpen mit etwas Gel.

13. Stellen Sie den Aschenbecher und die Zeitschriften zurück auf den Couchtisch.

14. Versuchen Sie, Ihrem Welpen einen interessanten Ausdruck zu entlocken, indem Sie ein Quietschepüppchen über Ihren Kopf halten.

15. Rücken Sie Ihre Brille wieder zurecht und holen sie Ihre Kamera unter dem Sofa hervor.

16. Springen Sie rechtzeitig auf, nehmen Sie Ihren Welpen am Nacken und sagen Sie zu ihm: "Nein - das machst du draußen!"

17. Rufen Sie Ihren Ehepartner, um Ihnen beim Aufräumen zu helfen.

18. Mixen Sie sich einen doppelten Martini.

19. Setzen Sie sich in einen bequemen Lehnstuhl und nehmen Sie sich vor, gleich morgen früh mit dem Welpen "Sitz" und "Platz" zu üben.

 

So. Für heute soll das mal reichen, Frauchen will mal wieder an den Rechner.

Es grüßt Euch ganz herzlich,

Euer Mike